Andechs Gemeinde im oberbayrischen Landkreis Starnberg am Ostufer des Ammersees (Diözese Augsburg); einer der ältesten Wallfahrtsorte Bayerns. Die Burg Andechs war Sitz der Grafen zu Andechs und Herzöge zu Meranien und fiel 1248 in den Besitz des Hauses Wittelsbach. Die von Graf Rasso (880-954) aus dem Heiligen Land gebrachten Reliquien, der ‚Heilthumschatz‘, wurden von den letzen Andechsern vor der Zerstörung der Burg im Jahre 1248 vergraben. 1423 veranlasste Herzog Ernst I. den Bau einer Hallenkirche an der Stelle der zerstörten Burg, die fortan den am 26. Mai 1388 wieder aufgefundenen Heilthumschatz beherbergen sollte und bis heute den Namen ‚Heiliger Berg‘ trägt.
Nikolaus von Kues visitierte A. im Rahmen seiner deutschen Legationsreise (1451/52) (AC I n. 952, 953, 954, 955 [[bib:2071]]), wo er Pilgern, denen es anlässlich des Jubeljahres 1450 nicht möglich war, eine Wallfahrt nach Rom zu unternehmen (Meuthen, Legationsreise 430ff. [bib:1610]]), am 20. März 1451 den Ablass für 100 Tage, nach dem Formular Splendor paterne glorie (AC I n. 965 [[bib:2071]]), erteilt und den dauernden Reliquienkult approbiert.
Stephanie Lawall
02.10.2008
zuletzt bearbeitet: 02.10.2008 