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Die einst größte Benedkitinerabtei Westdeutschlands liegt im Gebiet des nördlichen römischen Gräberfeldes, etwa 500 m östlich der Porta Nigra. Grabungen, die von 1915-1990 in größeren zeitlichen Abständen gemacht wurden, konnten belegen, dass das Areal der Abtei seit dem 2. Jh. als Begräbnisstätte gedient hat. Der Name der Abtei geht auf das Grab des 352 von Bischof Paulinus bestatteten Maximin, Bischof von Trier, zurück, das bereits in spätrömischer Zeit als Wallfahrtsziel gedient haben soll; zudem bezeugt die hohe Dichte der Gräber das Bedürfnis der Bevölkerung, ad sanctos bestattet zu werden (vgl. Neyses, Baugeschichte 20 [[bib:2411]]). In der Karwoche des Jahres 892 wurde St. Maximin im Zuge der Normanneneinfälle zerstört, doch gelang es der Abtei in den Jahren 942-952, den Wiederaufbau aus eigener Kraft zu leisten und zur wirtschaftlich bedeutendsten Abtei im westdeutschen Raum zu werden (vgl. Bunjes, Kirchliche Denkmäler 285ff. [[bib:2387]]).
Nikolaus von Kues visitierte die Abtei St. Maximin am 8. November 1451 im Rahmen seiner deutschen Legationsreise, die in besonderem Maße auch die Reformbestrebungen des Konzils von →((Basel)), hinsichtlich der Orden druchsetzen sollte (vgl. allgemein Weigel, Reform als Paradigma [[bib:2260]]). Ziel war es, die Orden mittels Reformverodnungen zur ‚Rückkehr zur Regel’ (vgl. Meuthen, Legationsreise 472ff. [[bib:1610]]) zu bewegen, wie dem Beispiel der Abtei St. Maximin zu entnehmen ist. Nikolaus von Kues forderte die vier Trierer Minoritenorden auf, die Reformverordnungen bis zum 27. Februar 1452 einzuführen (AC I., n. 1971; 1972 [[bib:2071]]).
Stephanie Lawall
08.10.2008
zuletzt bearbeitet: 08.10.2008